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Die WM der Generation wknD

Mit einem Durchschnittsalter von 24,3 Jahren ist die deutsche Nationalmannschaft eines der jüngsten Teams der aktuellen Weltmeisterschaft. Mit hoffnungsvollen Talenten wie Robin Benzing, Tibor Pleiß, Elias Harris und Tim Ohlbrecht startete des DBB-Team ins Turnier und wollte die Welt des Basketballs davon überzeugen, dass sie die Vergabe der Wildcard durch die Fiba auch ohne Dirk Nowitzki rechfertigen kann. Im gestrigen Spiel gegen Angola kam es nun zum sehr unglücklichen WM-Vorrundenaus. wknD analysiert die bisherige Leitstung der Nationalmannschaft und beachtet dabei sowohl positive, als auch negative Aspekte der vier WM-Spiele.

Es sind noch 1:45 Minuten zu spielen im vierten Viertel der so wichtigen vierten Vorrundenpartie gegen Angola. Nach einer schwachen ersten Halbzeit sind die Deutschen in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft und führen mit neun Punkten. Zu diesem Zeitpunkt sprachen die Reporter bereits über das Achtelfinale gegen die USA. Doch obwohl der Ball in den letzten Sekunden in den Händen von den erfahrenen deutschen Spielern war, konnte die Mannschaft den Vorsprung nicht über die Zeit retten und verlor die Partie nach Verlängerung. Haben also die routinierten Spieler bei der WM versagt und hätten die jungen Spieler noch mehr im Fokus stehen sollen?

Weit gefehlt! Denn vor allem Jan Hendrik Jagla, Demond Greene und Steffen Hamann waren die Garanten für die guten Vorstellungen der deutschen Mannschaft in den ersten beiden Spielen gegen Argentinien und Serbien. Beim hart umkämpften 82:81Sieg gegen Serbien erzielte das Trio 47 der 82 deutschen Punkte. Nimmt man nun noch die Punkte von Schaffartzik (14) und McNaughton (12) hinzu, so stellt man fest, dass die jungen deutschen Spieler lediglich sieben Punkte zu diesem Sieg nach zweifacher Verlängerung beitrugen.

Zwar sind die erfahrenen Spieler nicht unschuldig an dem unglücklichen Verlauf des Spiels gegen Angola in der Schlussphase, jedoch gilt es festzuhalten, dass die Mannschaft ohne sie gar nicht in diese Situation gekommen wäre. Denn ihnen ist es zu verdanken, dass das Team in drei von vier Spielen eine Siegeschance hatte. Doch wie haben sich die jungen Spieler bei diesem Turnier geschlagen? Sind die hochgehandelten, potentiellen NBA-Spieler, wie Pleiß, Harris und Ohlbrecht, mit dem Druck einfach nicht zurecht gekommen?

Wie kaum anders zu erwarten fehlte bei den meisten jungen deutschen Spielern die Konstanz. Tibor Pleiß zeigte beispielsweise im ersten Spiel gegen Argentinien mit zwölf Punken und drei Rebounds eine starke Leistung. In den folgenden Spielen reboundete er zwar noch solide, konnte sich in der Offensive jedoch kaum noch durchsetzen. Ähnlich ging es Robin Benzing, Lucca Staiger und Elias Harris, die nur vereinzelnd ihr Potential aufblitzen ließen. Ein wenig stärker präsentierten sich Tim Ohlbrecht und überraschenderweise auch Philipp Schwethelm, die sich auch beim gestrigen Spiel vehement gegen die Niederlage stemmten. Insgesamt gesehen konnten die jungen deutschen Spieler die hohen Erwartungen, die von vielen Basketballfans in Deutschland gestellt worden waren, (noch) nicht erfüllen.

Nach dem sicherlich enttäuschenden Vorrundenaus sollte die deutsche Mannschaft den Kopf dennoch nicht in den Sand stecken. Denn sie hat erneut gezeigt, dass sie an guten Tagen auch ohne Dirk Nowitzki mit Basketballelitenationen wie Argentinien und Serbien mithalten kann. Gleichzeitig fehlt es der Mannschaft jedoch an Konstanz und Erfahrung. Diese konnten sie - positiv wie negativ - während dieser Weltmeisterschaft sammeln. Für die Zukunft gilt es nun nach vorne zu schauen. Denn die jungen Spieler werden sich – wenn sie genügend Spielzeit in ihren Vereinen bekommen - in den nächsten Monaten weiterentwickeln und im nächsten Sommer mit Dirk Nowitzki bei der Europameisterschaft um die Qualifikation für die Olympischen Spiele kämpfen. Falls dies gelingen sollte und der DBB womöglich die Europameisterschaft 2013 nach Deutschland holt, so könnte dem deutschen Basketball trotz des aktuellen Tiefpunkts eine rosige Zukunft bevorstehen.

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