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(Deutscher) Meister in der BBL 2009

Stand FINAL1 (Deutscher) Meister in der BBL 2009

Es sind noch 4.7 Sekunden zu spielen in der Verlängerung der dritten Begegnung der Halbfinalserie zwischen den Brose Baskets aus Bamberg und den EWE Baskets Oldenburg. Das junge, deutsche Basketballtalent Karsten Tadda steht an der Freiwurflinie. Dieser hatte mit fünf schnellen Punkten zum Ende der regulären Spielzeit die Verlängerung überhaupt erst möglich gemacht. Nun liegt sein Team mit zwei Punkten in Rückstand. Die Bamberger, die schon mit 0:2 Spielen in der Best-of-Five-Serie zurückliegen, brauchen also unbedingt seine beiden Freiwürfe um nicht vorzeitig in Urlaub gehen zu müssen. Der 20-jährige trifft aber nur einen von zwei Freiwürfen und die EWE Baskets Oldenburg ziehen in die Finalspiele der Basketballbundesliga ein und werden kurze Zeit später (Deutscher) Meister.

Das ein junger Deutscher Spieler wie Karsten Tadda in den Schlusssekunden der Halbfinalpartie überhaupt auf dem Parkett stand ist bei den diesjährigen Playoffserien eher eine Besonderheit. Der Fakt das dieser mit seinen Punkten kurz vor Ende der regulären Spielzeit und in der Verlängerung dann auch noch beinahe zum Matchwinner dieses Spiels geworden wäre stellt die absolute Ausnahme dar.

Mit durchschnittlich 4,0 Punkten, 2,4 Rebounds, 0,7 Assists und 0,7 Steals ist Tadda bester deutscher Nachwuchsspieler und konnte sich in den drei erstgenannten Kategorien im Vergleich zu regulären Saison verbessern.

Beim kürzlich gekrönten (Deutschen) Meister, den EWE Baskets Oldenburg, spielen unsere Spieler hingegen keine Rolle. Lediglich der 23-jährige Daniel Hain konnte sich in die in Statistikbögen eintragen. Marco Buljevic und Daniel Strauch kamen zusammengerechnet auf eine Gesamteinsatzzeit von 2:03 Minuten und sind auf dem Parkett lediglich durch Fouls aufgefallen.

Das die Frankfurt Skyliners in den Playoffs nicht weit gekommen sind, ist aus Sicht der Deutschen Spieler zu bedauern.  Die Mannschaft aus Hessen hat mit Pascal Roller den Topscorer und den besten Passgeber der Playoffs in seinen Reihen. Roller ist mit seinen durchschnittlich erzielten 14,3 Punkten der einzige Deutsche Spieler der diesjährigen Playoffs, der eine zweistellige Punktausbeute pro Partie verbuchen konnte.

Auch der Toprebounder kommt aus Frankfurt. Konrad Wysocki pflückte sich mit 4,3 Rebounds pro Partie durchschnittlich die meisten Rebounds.

Alle weiteren Fakten und Statistiken der Deutschen Spieler der diesjährigen BBL-Playoffs können im wknD-Stats-Special ganz genau unter die Lupe genommen werden.

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Ein Kommentar

  1. Dr. Frank Schoeneich
    Geschrieben am 14. August 2009 um 09:36 Uhr | Permalink

    In einem Interview bei Morgenpost Online (http://www.morgenpost.de/sport/alba/article1138255/Alba_plant_die_Europaliga_fest_ein.html) steht:
    “Wie gesagt, freiwillig setzt aber auch Alba kaum Deutsche ein.”
    Schweitzer (Vorsitzender des Aufsichtsrates der Alba Berlin Basketball GmbH): “Wir lassen uns gern dazu zwingen. Wenn wir eine höhere Quote fordern, dann fordern wir diese nicht nur für andere, sondern auch für uns. Natürlich geht das nicht von einem Tag auf den anderen. Aber die Richtung muss klar sein. Zum Beispiel: Es wird von vier auf sechs erhöht, wir lassen uns dafür zwei Jahre Zeit. Um die Chance zu haben, den Nachwuchs etwas zu entwickeln. Denn es kann nicht sein, dass sechs Deutsche Pflicht sind, wir damit aber das Niveau deutlich senken. Daher macht es Sinn, das über einen Zeitraum zu bauen.”

    6 deutsche Spieler bei insgesamt 12, das wären 50% – eine super Regelung für die Entwicklung im deutschen Basketball. Ich frage mich, wie kann man als Fan diese Entwicklung unterstützen? Wer hat hier eine Idee für eine Onlineinitiative, die echt Druck macht?

    Wie wäre es zum Beispiel mit einer Auszeichnung für die BBL Bundesliga-Mannschaft am Ende einer Saison mit publikumswirksamer Kür eines “deutschen BBL Bundesliga-Meisters”, der auf die meisten kumulativen Einsatzminuten von deutschen Spielern kommt. Ich denke daran, dass sich ja auch bei Turnieren in diversen Sportarten z.B. die Auszeichnung der fairsten Mannschaft durchsetzen konnte. Oder die Entwicklung eines Scores für den BBL Bundesliga-Tabellenstand gemessen proportional den Einsatzzeiten deutscher Spieler der jeweiligen Vereine. Irgendwie so etwas finden, woran klar wird, worum es geht und das so spitzfindig und freundlich keck ist, das sich dem niemand wirklich verschließen kann.

    Beste Grüße

    Dr. Frank Schoeneich
    Falkensee bei Berlin

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