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Dirk Nowitzki gewinnt NBA-Championship

Dirk Nowitzki hat mit den Dallas Mavericks den ersten NBA-Titel seiner Karriere gewonnen. In der vergangenen Nacht triumphierten die Texaner im entscheidenden sechsten Spiel bei den Miami Heat mit 105:95 und fuhren somit den vierten Sieg in der Best-of-seven Serie ein.

Zum besten Spieler der Partie avancierte Mavericks Guard Jason Terry, der das Spiel mit 27 Punkten beendete und elf seiner 16 Würfe traf. Auf Seiten der Heat ragte LeBron James mit 21 Punkten, vier Rebounds und sechs Assists heraus. Dirk Nowitzki beendete die Partie ebenfalls mit 21 Punkten, holte zudem noch elf Rebounds und wurde nach der Partie zum wertvollsten Spieler (MVP) der Finalserie ausgezeichnet.

„Es ist ein unglaubliches Gefühl!“ sagte der Würzburger nach dem entscheidenden Sieg. „Wenn man seit 13 Jahren in dieser Liga spielt und in den letzten zehn Jahren immer unglaubliche Playoffkämpfe hinter sich hat und immer sehr dicht am Ziel ist, dann ist dieser Moment jetzt etwas ganz besonderes!“ Hätte er in seiner Karriere schon früh einen NBA-Titel gewonnen, so wäre es in den letzten 13 Jahren womöglich nicht zu all der harten Arbeit gekommen, die ihm letztendlich den Traum vom NBA-Titel ermöglichte, so Nowitzki weiter. „Wir hatten ein Ziel. Deswegen haben wir als Team während der ganzen Saison immer zusammen gehalten.“

Heat erwischen guten Start

Direkt nach Spielbeginn zeigten die Miami Heat, dass es für Dallas nicht einfach werden würde ihr zweites Auswärtsspiel in den Finals zu gewinnen. LeBron James traf seine ersten drei Würfe und hatte  innerhalb von vier Spielminuten neun Punkte auf seinem Konto. Da auch Dwyane Wade und Chris Bosh in der Anfangsphase glänzten, erspielten sich die Gastgeber nach sieben Minuten bereits eine 22:15 Führung.

Zonenverteidigung bricht den Rhythmus der Heat

Doch nachdem Mavericks-Coach Rick Carlisle auf Zonenverteidigung umstellte und Jason Terry einwechselte, übernahmen die Mavericks noch im ersten Viertel das Kommando. Für Heat Coach Erik Spoelstra ein entscheidender Moment im Spiel: „Dass sie am Ende des ersten Viertels auf Zonenverteidigung umgestellt haben, hat uns wirklich aus dem Rhythmus gebracht. Bis dahin lief es bei uns sehr gut.“ Zudem lief Terry zu diesem Zeitpunkt heiß, erzielte neun seiner 27 Punkte in den letzen fünf Minuten des ersten Viertels und sorgte so für die 32:27 Führung der Mavericks nach den ersten zwölf Minuten.

Nowitzki immer kälter, Terry immer heißer

Angeführt von DeShawn Stevenson gelang Dallas zu Beginn des zweiten Viertels ein 8:2 Lauf. Doch nach einer Auszeit schlugen die Heat mit einem 14:0 Lauf zurück und übernahmen erneut die Führung (42:40). In dieser Phase versuchte Nowitzki das Heft an sich zu reißen. Dies gelang ihm jedoch nicht. Der deutsche Superstar verfehlte im zweiten Viertel jeden seiner neun Wurfversuche. Stattdessen übernahm erneut Jason Terry, was für Nowitzki spielentscheidend war: „Jet Terry war phänomenal! Er hat wirklich gemerkt, dass es bei mir nicht so läuft. Er hat mir unter die Arme gegriffen. Er kam von der Bank und hat immer dafür gesorgt, dass wir unseren Rhythmus behalten.“  Der Jet glänzte im zweiten Viertel mit weiteren zehn Zählern und ermöglichte Dallas zur Halbzeit die 53:51 Führung.

Sieben Mavs-Spieler punkten im dritten Viertel

Nachdem zur Halbzeit nur drei Punkte auf Nowitzkis Konto standen, stellte er bereits 14 Sekunden nach der Halbzeit mit einem Sprungwurf klar, dass nun mit ihm zu rechnen ist. Zunächst hielten Chris Bosh und Mario Chalmers mit fünf schnellen Punkten zum 56:55 dagegen. Es sollte allerdings der letzte Vorsprung sein, den die Heat in der NBA-Saison 2010/11 genießen durften. Sieben Mavericks punkteten in der Folgezeit und sorgten so für die 81:72 Führung nach 36 Minuten. Eine Teamleistung, auf die Mavs-Coach Rick Carlisle besonders stolz ist: „In unserem Team geht es nicht um Individuen. Es geht um die mentale Stärke als Team. Spieler wie Brian Cardinal, Ian Mahinmi oder J.J. Barea haben in den Playoffs, in den Finals und in diesem entscheidenden Spiel eine riesige Rolle gespielt. Man muss es ihnen sehr hoch anrechnen, dass sie auf ihre Chancen gewartet haben.“

Nowitzki in der Crunch Time erneut zur Stelle

Zu Beginn des Schlussabschnitts kamen die Heat durch Udonis Haslem, Chalmers und Bosh nochmals zu einem 5:0 Lauf und dadurch auf 77:81 heran. Doch Barea und Terry antworteten mit einem 8:0 Lauf, sodass Dallas den Vorsprung wieder auf 89:77 ausbaute. Durch zehn seiner 21 Punkte stellte Dirk Nowitzki in den letzten sieben Spielminuten klar, dass die Heat nicht mehr zurückkommen würden und die Mavericks den ersten Titel der Vereinsgeschichte feiern durften.

“Das ist der Höhepunkt.”

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff verschwand Nowitzki jedoch sofort in die Kabine: „Ich brauchte mal einen Moment für mich. Ich bin in den Locker Room gegangen, habe  mich erst einmal hingelegt und für einen Augenblick geweint. Dann habe ich mich wieder aufgerafft! Ich musste  ja noch mal raus.“ Raus, um seine erste Meisterschaft zu feiern und die MVP-Trophäe als bester Spieler der NBA-Finals entgegenzunehmen: „Es war eine tolle Fahrt in den letzten 13 Jahren, aber das ist der Höhepunkt!“

Diesem Statement schließt sich wknD? gerne an und gratuliert Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks zur ersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte.

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