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Einsatzzeitenentwicklung in den Playoffs

Exemplarisch für die Playoff-Einsatzzeiten der deutschen Spieler habe ich die Serie Telekom Baskets Bonn gegen ratiopharm Ulm unter die Lupe genommen. Nach der BBL-Hauptrunde rangierte Ulm auf Rang 3 des U24-Ausbildungsfonds. Lediglich die Kellerkinder Köln und Gießen toppten die “junge Deutsch-Quote” der Basketballer aus Baden-Württemberg. Auch Bonns Trainer Michael Koch legte Wert auf deutsche Akteure in seiner Rotation. Unter die 24er-Grenze fällt dabei allerdings nur Alex King.

In den drei Spielen der Serie, die am Sonntag zu Ende ging, wurde dabei offensichtlich, dass die Rollen der deutschen Spieler teilweise dratisch zurückgingen. Die Spielzeit von A2-Nationalspieler Johannes Strasser halbierte sich beispielsweise von knapp 17 auf unter neun Minuten.  Während Artur Kolodziejski fast unveränderte Spielanteile (13 Minuten) erhielt, musste auch King sinkende Parkettzeiten hinnehmen (von zwölf auf sieben).

Ulms junger Point Guard Per Günther, immerhin der BBL-Rookie des Jahres, stand in der Hauptrunde noch 15 Minuten auf dem Parkett – in der Viertelfinal-Serie gegen Bonn waren es derer nur noch elf. Sebastian Betz wurde von Head-Coach Mike Taylor zwar mit ähnlichen Spielanteilen (neun statt zehn Minuten) bedacht, eine Wende konnte er der Serie aber ebensowenig geben, wie Michael Schröder (insgesamt 20 Sekunden).

Nach dem 0:3 der Ulmer ist nun auch für die Nummer drei des U24-Fonds die Saison beendet. Da scheint folgender Schluss nicht abwegig: Playoff-Time ist nicht die Zeit der Deutschen. Oder anders ausgedrückt: Der Erfolg gibt den Top-Klubs, und ihrem Konzept auf ausländische Akteure zu setzen, Recht.

Nun gilt es für Bamberg (Rang vier im U24-Ausbildungsfonds) und Bonn (Rang sechs), den Gegenbeweis anzutreten.

Ein Trackback

  1. [...] wknD.de analysiert die Spielzeit der Deutschen.  Das Ergebnis des dortigen Deutschencounters ist auf den ersten Blick ernüchternd: 916 Minuten stehen im Haben. Das ist weniger als ein Sechstel der Spielzeit. Doch das täuscht ein wenig. Denn hätten wir die teils hochgelobte 1-4-Feldquote, müssten es auch nur 1200 Minuten sein. Wir sind bei 75% des vermeintlichen Nonplusultras. Und das auch noch in den Playoffs. Schlecht ist anders. Außerdem gibt’s mit Karsten Tadda einen rising Playoffstar und Robbse und Desmond sind auch zurück. [...]

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