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wknD Spieler der Playoffs (Viertelfinale, Spieltag 1)

Viele deutsche Spieler haben eine gute Saison 2009/10 gespielt. Doch jetzt kommt es darauf an diese Leistung auch in den Playoffs zu bestätigen. In den letzten Jahren bekamen deutsche Akteure im Vergleich zur regulären Spielzeit in den Playoffs immer deutlich weniger Spielzeit und hatten damit auch nur bedingt die Möglichkeit ihre Leistungen in der Postseason zu bestätigen. wknD wird nach jedem Spieltag der Playoffs die besten fünf deutschen Spieler der Playoffs bzw. der jeweiligen Serie genauer beleuchten. Der erste Spieltag in den Playoff-Viertelfinals zeigte, dass einige Mannschaften weiter auf ihre deutschen Spieler setzen. Zwei von ihnen wurden sogar Topscorer ihrer Mannschaft. Insgesamt punkteten gleich vier Spieler zweistellig. Dennoch mussten sie allesamt Niederlagen mit ihren jeweiligen Teams verkraften. Die wknD Liste der besten deutschen Playoffspieler nach dem ersten Spieltag der ersten Runde:

5. Philipp Schwethelm (Eisbären Bremerhaven): 10,0 pps, 2,0 rps, 3,0 aps, 1,0 sps, 0,0 bps, FG 50%, 3P 50%, FT 0%

Philipp Schwethelm knüpfte in seinem ersten Play0ffspiel für die Eisbären nahtlos an seine starke Rückrunde an. Insgesamt erzielte Schwethelm in Kassel gegen die BG Göttingen zehn Punkte, zwei Rebounds, drei Assists und einen Steal. Für einen Sieg in seinem ersten Playoffspiel reichte es dennoch nicht. Mit 73:91 mussten sich seine Eisbären am Ende geschlagen geben. Falls Schwethelm seine Form in den Playoffs weiterhin halten kann, so stehen die Chancen für die Eisbären allerdings nicht schlecht am kommenden Donnerstag vor heimischem Publikum den ersten Sieg der Serie einzufahren.

4. Tibor Pleiß (Brose Baskets Bamberg): 8,0 pps, 6,0 rps, 0,0 aps, 0,0 sps, 1,0 bps, FG 33%, 3P 0%, FT 66%

Tibor Pleiß stand beim dramatischen 80:78 Sieg seiner Bamberger in Bonn in der Crunchtime gleich mehrmals im Blickpunkt. Zunächst konnte der junge Center 83 Sekunden vor Schluss beim Stand von 74:77 routiniert zwei Freiwürfe verwerten. Nachdem Mark Worthington die Bamberger mit 79:78 in Führung gebracht hatte, konnten die Bonner zunächst keine Antwort geben und foulten Tibor Pleiß erneut. Doch dieses Mal zeigte der Youngster Nerven und verfehlte 18 Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfte. Am Ende durfte sich Pleiß dennoch über einen hart erkämpften Sieg freuen, zu dem er acht Punkte, sechs Rebounds und einen Block beisteuerte.

3. Johannes Strasser (Telekom Baskets Bonn): 11,0 pps, 3,0 rps, 3,0 aps, 0,0 sps, 0,0 bps, FG 50%, 3P 33%, FT 100%

Nach einem starken Spiel hätte Johannes Strasser seine Leistung sieben Sekunden vor Schluss noch krönen können, doch er konnte beim Stand von 78:79 den entscheidenden Dreipuntkewurf nicht treffen und musste somit zusehen wie Bonn das erste Playoffspiel des Jahres 2010 mit 78:80 gegen die Brose Baskets Bamberg verlor. Insgesamt kam er auf starke elf Punkte, drei Rebounds und drei Assists. Falls Strasser seine Leistung am kommenden Mittwoch wiederholen kann, stehen die Chancen der Bonner nicht schlecht ihrerseits ein Spiel in der Ferne zu stehlen.

2. Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn): 16,0 pps, 4,0 rps, 0,0 aps, 0,0 sps, 0,0 bps, FG 60%, 3P 60%, FT 50%

Beim Aufeinandertreffen der Bonner mit den Bambergern war von Anfang an zu spüren, dass Tim Ohlbrecht es seinem alten Verein zeigen wollte. Allein elf seiner 16 Punkte erzielte der Power Forward im ersten Viertel. Mit 16 Punkten wurde er am Ende sogar Topscorer seiner Mannschaft. Zusätzlich angelte er sich noch vier Rebounds. Doch wie Johannes Strasser verfehlte auch er beim Stand von 78:79 einen Dreipunktewurf, der die Bonner am Ende hätte jubeln lassen dürfen. Falls Tim Ohlbrech seine starke Form gegen sein Ex-Team weiter beibehalten kann, so wird die Serie vermutlich über mehr als drei Spiele gehen.

1. Yassin Idbihi (Phantoms Braunschweig): 19,0 pps, 8,0 rps, 2,0 aps, 2,0 sps, 0,0 bps, FG 42%, 3P 0%, FT 90%

Die EWE Baskets Oldenburg scheinen Yassin Idbihi zu liegen. Nachdem er gegen den amtierenden deutschen Meister in dieser Saison bereits 26 Punkte erzielte, war er auch im ersten Playoffaufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften der Topscorer der Begegnung. Insgesamt kam Idbihi auf 19 Punkte, acht Rebounds und jeweils zwei Assists und Steals. Doch die meisten seiner Teamkollgen hatten einen weitaus schwächeren Tag erwischt, so dass sich die Braunschweiger den Oldenburgern mit 67:83 geschlagen geben mussten. Falls Idbihi seine bärenstarke Form auch in den nächsten beiden Spielen halten kann, so ist das Minimalziel der Braunschweiger in den Playoffs – das Erkämpfen eines zweiten Heimspiels – durchaus realistisch.

 Top 6-10 (Alphabetische Reihenfolge): Dominik Bahiense de Mello (Frankfurt Skyliners), Daniel Hain (EWE Baskets Oldenburg), Alex King (Telekom Baskets Bonn), Christopher McNaughton (BG Göttingen), Michael Meeks (BG Göttingen)