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wknD Spieler der Playoffs (Viertelfinale, Spieltag 4)

Der dritte Spieltag war der Spieltag der Überraschungen. Der gestrige Spieltag 4 hatte dann einige Sensationen im Gepäck. Angeführt von zwei deutschen Nationalspielern besiegten die Braunschweiger als achtbestes Team der regulären Saison den amtierenden deutschen Meister, der die Hauptrunde als bestes Team abschloss und in Spiel 4 komplett ohne deutsche Spieler auskam. Auch Titelkandidat Alba Berlin verabschiedete sich vorzeitig aus dem Rennen um die Meisterschaft. Die stärkste Leistung dieses vierten Spieltags brachte allerdings ein deutscher Spieler der Göttinger. Auch der beste deutsche Eisbär trumpfte erneut stark auf, doch für einen Sprung in die Top 5 hat es nach dem vierten Spieltag nicht ganz gereicht. Die wknD Liste der besten deutschen Playoffspieler nach dem vierten Spieltag:

5. Christopher McNaughton (BG Göttingen): 12,0 pps, 3,0 rps, 0,5 aps, 0,8 sps, 0,3 bps, FG 76%, 3P 0%, FT 91%

Mit 27 Punkten, fünf Rebounds und einem Steal war Christopher McNaughton der mit Abstand beste Akteur des vierten Viertelfinalspieltags. Über lange Strecken des vierten Aufeinandertreffens mit den Eisbären aus Bremerhaven sah es so aus als könnte seine Mannschaft die Serie vorzeitig entscheiden. Doch ähnlich wie in Spiel 3 konnte die Heimmannschaft am Ende nochmals zulegen, sodass McNaughton seine Leistung nach  dem Schlusspfiff nicht mit einem Sieg krönen konnte. Nun sind McNaughton und Co. dazu gezwungen, die Serie vor heimischem Publikum zu gewinnen. In der Lokhalle verloren sie in dieser Saison -inklusive Playoffs – nur ein einziges Mal (Oldenburg). McNaughton scheint allerdings in dieser Serie lieber auswärts zu spielen, da er in Bremerhaven auf 20,5 Punkte und 4,5 Rebounds pro Spiel kam. In Göttingen gelangen ihm lediglich 3,5 Punkte und 1,5 Rebounds pro Begegnung.

4. Heiko Schaffartzik (Phantoms Braunschweig): 7,3 pps, 2,3 rps, 2,3 aps, 0,0 sps, 0,0 bps, FG 35%, 3P 23%, FT 57%

In Spiel 3 traf Heiko Schaffartzik den wohl wichtigsten Wurf dieser Serie. Im vierten Spiel gegen die Oldenburger zeigte er in der Crunch Time Nerven, als er 1:53 vor Schluss, beim Stand von 74:72, zwei Freiwürfe vergab. Doch am Ende reichte es dennoch zu einem knappen und hart umkämpften 78:76 Sieg gegen den Meister aus Oldenburg. Insgesamt machte Schaffartzik mit zehn Punkten, zwei Rebounds und zwei Assists erneut ein gutes Spiel. Nun geht es für die Braunschweiger gegen die Brose Baskets Bamberg. Gegen die Mannschaft aus Freak City gelangen dem Aufbauspieler in den beiden Begegnungen der regulären Saison 7,5 Punkte, 3,5 Rebounds und 3,5 Assists pro Partie.

3. Tibor Pleiß (Brose Baskets Bamberg): 9,0 pps, 6,7 rps, 0,3 aps, 0,0 sps, 0,3 bps, FG 44%, 3P 0%, FT 79%

Für Tibor Pleiß lief es zum Ende der regulären Saison immer besser. Seine Werte waren schon im letzten Drittel der Saison überdurchschnittlich stark, doch in den Playoffs legte der junge Center noch mal zu. Nach dem Sweep gegen die Telekom Baskets Bonn und dem Ausscheiden der Oldenburger und Berliner sind die Bamberger nun der Topfavorit auf den Titel. Somit könnte Pleiß - nach dem Pokalsieg - bald schon der zweite Titel in seinem ersten Jahr bei den Bambergern gelingen. Doch zunächst müssen die Bamberger gegen die Braunschweiger bestehen. Gegen diese lieferte Pleiß in der regulären Saison zwei gute Spiele ab. Das etwas bessere gelang ihm beim Heimspiel vor gut einem Monat als er zwölf Punkte und sechs Rebounds erzielte.

2. Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn): 15,0 pps, 5,7 rps, 0,0 aps, 0,3 sps, 0,3 bps, FG 52%, 3P 25%, FT 88%

Der statistisch gesehen beste deutsche Spieler der ersten Runde war Tim Ohlbrecht. Mit 15,0 Punkten pro Spiel ist er mit Abstand der beste deutsche Scorer der Playoffs. Seine 5,7 Rebounds pro Partie sind der drittbeste Wert aller Deutschen (Tibor Pleiß, Yassin Idbihi). Doch der Fakt, dass die Bonner trotz der starken Vorstellungen kein Spiel der Viertelfinalserie für sich entscheiden konnten, spricht gegen Ohlbrecht. Nichsdestotrotz hat Tim Ohlbrecht eine tolle Saison gespielt, die er mit noch stärkeren Leistungen in den Playoffs bestätigte. Somit ist Ohlbrecht wohl auch im Kader der Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in der Türkei fest gesetzt.

1. Yassin Idbihi (Phantoms Braunschweig): 11,8 pps, 5,8 rps, 0,5 aps, 0,5 sps, 0,3 bps, FG 41%, 3P 0%, FT 88%

Spätestens gestern Abend dürften die EWE Baskets Oldenburg wohl zum Lieblingsgegner von Yassin Idbihi geworden sein. Zum sensationellen dritten Erfolg der Braunschweiger über den amtierenden Meister war Idbihi erneut mit einer guten Vorstellung zur Stelle. Insgesamt kam der Power Forward auf elf Punkte und zwei Rebounds. Nun warten im Halbfinale die heißgelaufenen Bamberger auf Idbihi und Co.. Beim Heimspiel am 14. Spieltag gelangen Idbihi gegen den aktuellen Pokalsieger elf Punkte und fünf Rebounds. Beim Auswärtsspiel vor fünf Wochen wurde Idbihi nur sieben Minuten eingesetzt und kam auf lediglich zwei Punkte und einen Rebound. Beim ersten Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften in den Playoffs ist jedoch damit zu rechnen, dass Idbihi wieder eine größere Rolle spielen wird als am 30. Spieltag der regulären Saison.

Top 6-10 (Alphabetische Reihenfolge): Dominik Bahiense de Mello (Frankfurt Skyliners), Steffen Hamann (Alba Berlin), Pascal Roller (Frankfurt Skyliners), Philipp Schwethelm (Eisbären Bremerhaven), Johannes Strasser (Telekom Baskets Bonn)

Ein Kommentar

  1. Michael
    Geschrieben am 23. Mai 2010 um 19:50 Uhr | Permalink

    Schreibt ihr auch über den 5. Spieltag?

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